Symposium Abstracts

Matteo Fargion
Meine Zusammenarbeit mit Jonathan Burrows
Ich arbeite mit Jonathan Burrows schon mein halbes Leben lang zusammen. Unsere Arbeit, die sich irgendwo zwischen Tanz und Musik ansiedeln lässt, umfasst bis jetzt 11 Duette, einige umfänglichere Stücke und ein riesiges online Projekt. Die meisten der Stücke touren nach wie vor in unterschiedlichsten Kontexten durch die ganze Welt. Die Duette haben wir in den vergangenen 15 Jahren mindestens 500 mal aufgeführt.Während dieses informellen show and tell werde ich einige dieser Stücke vorstellen und über unsere Kollaboration und unsere Einflüsse im allgemeinen sprechen sowie eventuell einige Vorschläge dazu machen, wie es sich als Komponist*in in der Tanzwelt überleben lässt.
My work with Jonathan Burrows
I have been working with choreographer Jonathan Burrows for more than half my life. Our work so far, which amounts to 11 duets as well as some larger scale pieces and a huge online project, sits somewhere between dance and music. Most of the pieces are still touring, all over the world and in very different contexts. In the past 15 years we have performed the duets at least 500 times.In this informal show and tell, I will present some of these pieces and talk about our collaborative process in general, our influences and inspirations, and perhaps offer some suggestions on how to survive as a composer in the world of dance.
Jin Hyun Kim
Transkribierte musikalische Klänge in Tanzbewegung als nicht-repräsentationales Embodiment
Von sensomotorischen Feedback-Loops geleitet entsteht Tanz in Bewegung und nimmt in zeitlich unumkehrbarer Folge seinen Gang. Das erlaubt intra-zeitliche ästhetische Erfahrungen, die schon vergangene Momente mit den ihnen folgenden verbinden. Gleichzeitig erschafft ein tanzender Körper einen tanz-spezifischen Raum und Kontext um so in sozio-ästhetische Interaktionen zu treten. Wenn Tanzbewegungen musikalische Klänge mitgestalten – was einige der künstlerischen Projekte im diesjährigen Labor-Sonor-Festival untersuchen werden – kann das Verhältnis zwischen Musik und Tanz explizit thematisiert werden. Anders als wenn Musik eine konstituierende Komponente des Tanzes ist, beinhaltet der Versuch Tanzbewegungen in Bezug zu musikalischen Klängen zu gestalten, einen in nur eine Richtung laufenden Übersetzungsprozess von Klang in körperliche Bewegung; eine intermediale Handlung, die der Medientheoretiker Ludwig Jäger als Transkription bezeichnet. Ich werde beschreiben, wie der Vorgang der Transkription etwas Implizites zu etwas Explizitem und etwas Latentes zu etwas Offenkundigem macht und inwieweit in musikalische Klänge transkribierte Tanzbewegungen meine These untermauern, dass sowohl Musik als auch Tanz bedeutungsvoll werden können, auch wenn sie keinen abbildhaften semantischen Inhalt haben. Musik und Tanz können als nicht-gegenständliche Verkörperung gedacht werden.

Transcribed musical sounds in dance movements as non-representational embodiment
Guided by sensorimotor feedback loops, dance is shaped in action running its course in temporal irreversible succession, which allows intra-temporal aesthetic experience, linking the moments already passed, and to follow. At the same time, a dancing body creates a dance-specific space and context so as to enter into socio-aesthetic interaction. When dance movements are shaped to co-shape musical sounds, which several artistic projects will explore at the Labor Sonor festival this year, the relationship between music and dance can be addressed explicitly. Unlike in the case where music is a constituent component of dance, an attempt to shape dance movements related to musical sounds involves a unidirectional process of translation of sounds into bodily movements, based on an intermedial operation, which the media theorist Ludwig Jäger refers to as transcriptivity. I will discuss how transcription makes something implicit explicit and something latent evident and to what extent transcribed musical sounds in dance movements can elucidate my thesis that music as well as dance become meaningful albeit not having representational semantic content; music and dance can be conceptualised as non-representational embodiment.

 

Katarina Kleinschmidt
Doing Knowledge In The Studio. Ein praxeologischer Einblick in die Proben zu Andrea Neumanns why does moving air create sound
Die Vorstellung von Tanz bzw. Kunst als einem Labor oder Experiment impliziert, dass es dort um die Produktion von Wissen geht. Wie lässt sich dieses Wissen erforschen? Wird im Alltagsverständnis oft von Wissen als etwas ausgegangen, das Personen besitzen und das Künstler*innen dementsprechend mit ins Studio bringen, arbeite ich mit einem praxeologischen Wissensbegriff. Wissen entspinnt sich demnach in den konkreten Handlungsvollzügen im Studio. Es ist tief inkorporiert und verflechtet ganz unterschiedliche „Mitspielende“ situativ und auf Basis von Routinen. Es muss im Studio-Alltag beobachtet werden und eröffnet Fragen nach den Legitimationssystemen – einer Matrix – künstlerischer Forschung. Inwiefern lassen sich gerade jene Arbeitsszenarien künstlerisch Forschender, die auf hoch reflexiven und komplexen konzeptuellen Verfahren basieren, als routinisierte und geteilte Praktiken fassen? Der Vortrag basiert auf einer ethnographischen Forschungssequenz in den Proben von Andrea Neumann.

Doing Knowledge In The Studio. A praxeological insight to the rehearsals of why does moving air create sound by Andrea Neumann
The idea of dance or art as a laboratory or experiment implies that it is about the production of knowledge. How to research this knowledge? If the everyday understanding is often based on knowledge as something that people possess and artists hence bring into the studio accordingly, I work with a praxeological concept of knowledge. Knowledge thus unfolds in the concrete actions in the studio. It is deeply incorporated and interweaves different ‘players’ situatively and on the basis of routines. It is observable in everyday studio life and allows for the questioning of systems of legitimation—a matrix—of artistic research. To what extent can we understand the work scenarios of artistic research based on highly reflexive and complex conceptual procedures be understood as routines and as shared practices? The lecture is based on an ethnographic research sequence in Andrea Neumann’s rehearsals.
Brandon LaBelle
Das auf andere Weise Gehörte, zu dem wir werden
Erfahrungen des Zuhörens könnten als etwas Schwächendes verstanden werden, als etwas das verwundbar macht für die Intensitäten weltlichen Kontakts und füreinander. Als solches könnte das Zuhören als Basis für Gesten des Mitfühlens und der Fürsorge dienen und so das in Erscheinung treten einer Ethik der Gegenseitigkeit ermöglichen. Zuhören ist aber nicht immer empathisch ausgerichtet. Das verwundbare Hinhören kann ebenso zu tiefgreifenden Verletzungen führen, zu Aufsplitterung und Bruch. Was kann von solch dynamischen Intensitäten des Hörens gewonnen werden? Welche Formen akustischer Praktiken können durch die relationalen Kapazitäten des Hörens gefunden werden?Mit Reflexionen über bestimmte Zustände des Hörens, vom empathischen zum abgelenkten und störenden Zuhören werden, in Betrachtung von etwas, dass wir als Akustiken der Unterbrechung verstehen könnten, Ideen von Verkörperung und Zusammensein entworfen. Dementsprechend wird Zuhören als komplexes System dargestellt, durch das Formungen und Deformationen von Subjektivität und gemeinsamem Leben, als auch eine Politik der Gemeinschaft generiert werden könnte.

The otherwise heard, that we become
Experiences of listening may be understood to weaken us, making us vulnerable to the intensities of worldly contact and each other. As such, listening may act as the basis for gestures of compassion and care, enabling the emergence of an ethics of mutuality. Yet, listening is not always empathically oriented, rather, the vulnerability listening gives rise to profound injury, fragmentation, and rupture. What can be drawn from such dynamic intensities listening seems to engender? And what forms of sonic practice might be found by way of listening’s relational capacities?Reflecting upon particular states of listening, from the empathic to the distracted to the disruptive, understandings of embodiment and togetherness will be drawn out, leading to a consideration of what we may call an acoustics of interruption. Accordingly, listening is posed as a complex framework through which formations and deformations of subjectivity and common life may be generated, and a politics of community may be reworked.
Marcello Lussana
Achtsamkeit der Bewegung und des Hörens – eine Untersuchung des Zusammenspiels zwischen Musik und Tanz
Tanz und Musik entwickeln sich in der Zeit und finden in ihr statt. Dadurch gestalten sich Hören und Bewegung gegenseitig. Eine Tanz- und Musikperformance kann von so einem Zusammenspiel profitieren, da beide Künste dadurch offensichtlich und greifbar werden können, wie z.B. wenn eine bestimmte Bewegung bei einem spezifischen Klang ausgeführt wird. Die Interaktion zwischen Klang und Tanz kann allerdings mehr gemeinsam haben, als nur eine gut getaktete Choreographie, vor allem wenn der Klang zusammen mit der Bewegung integriert wird. Während der Proben und dem kompositorischen Prozess kann man verschiedene Kreuzpunkte zwischen Bewegung und Hören finden: diese Momente können sehr kurz sein und auch deswegen werden sie oft übersehen, unterschätzt oder einfach als „kreativ“ bezeichnet. In der Tat ist diese Erfahrung vielfältiger. Die Vielfältigkeit zeigt sich jedoch erst, wenn man die komplexen und oft unbewussten Prozesse dieser speziellen Momente genauer betrachtet : das ist das Thema dieser Untersuchung. Die Ergebnisse werden in einem Vortrag vorgestellt, basierend auf der künstlerischen Arbeit von Kaffe Matthews (Musik), Jacob Ingram-Dodd, Helka Kaski and Louise Tanoto (Tanz).

Awareness of movement and hearing—an investigation of the connection between music and dance
Both dance and music develop and happen through time, allowing hearing and moving to shape each other. Such an interplay can enrich a dance-music performance, as it gives a chance to both abstract practices to become more obvious and graspable, such as a dancer moving in a certain way to a specific sound. However, sound and dance can have more common elements than just a well timed choreography, especially if the sound is actually embodied in the movement. During the rehearsals and the composition process, we can observe many crossing points between movement and hearing: these moments can be very short and are often overlooked, underestimated, or simply labeled as ‘creativity’. In fact there is more to know and understand if we uncover the complex and unconscious processes that underlies these special moments: this is the subject of this research. The outcome will be presented in a lecture, based on the work of Kaffe Matthews (music), Jacob Ingram-Dodd, Helka Kaski, and Louise Tanoto (dance).
Mathias Maschat
Choreographische Modulationen:
Echtzeitmusikalische Praktiken und ästhetische Selbstverständnisse in dem Stück rub von Fernanda Farah, Sabine Ercklentz und Lucio Capece
Der Vortrag wirft einen Blick zurück auf das Festival LABOR SONOR : MOVING MUSIC aus dem Jahr 2016. Hierfür hatten Choreograph*innen den Auftrag erhalten, gemeinsam mit Musiker*innen der Berliner Echtzeitmusik-Szene in Auseinandersetzung mit ihrer jeweiligen Kunstpraxis Choreographien zu entwickeln. Einerseits dienten die Choreographien als Ausgangspunkt für die Entstehung von Musik, andererseits inspirierten auch die experimentellen, improvisatorischen und konzeptuellen Herangehensweisen der Musiker*innen die Komposition der Choreographie. Vorgestellt wird exemplarisch rub als eines der sechs auf dem Festival uraufgeführten Stücke.
Für rub arbeitete die Performerin, Tänzerin und Musikerin Fernanda Farah mit der Trompeterin Sabine Ercklentz und dem Saxophonisten Lucio Capece. Die vielschichtige Choreographie kann als subtile Bezugnahme zu prominenten Praktiken der Echtzeitmusik gelesen werden und macht einige implizite Strategien und ästhetische Grundannahmen sichtbar: Diese berühren Aspekte wie Abstraktion/Konkretion, Improvisation/Komposition, Präsenz/Repräsentation sowie die Inszenierung von Klangmaterial und die Materialität des Klingenden. Zugleich entstehen auf der erweiterten Ebene des Performativen Fragestellungen und neue Aggregatzustände, die in die Musik zurückwirken: So werden zum Beispiel die Rollen der Performenden, das Einziehen von Bedeutungsebenen oder die Begegnung mit dem Gegenüber zu losen Verbindungen zwischen den Künsten. Ziel des Vortrags ist es, solchen choreographischen Modulationen nachzuspüren und diese als Beispiele des Potentials transdisziplinärer Übersetzung vorzustellen.

Choreographic modulations:
Echtzeitmusik practices and aesthetic self-concepts in rub by Fernanda Farah, Sabine Ercklentz and Lucio Capece
This lecture looks back at the LABOR SONOR: MOVING MUSIC festival in 2016, for which choreographers were commissioned to develop choreographies together with musicians of the Berlin Echtzeitmusik (real-time music) scene in relation to their respective artistic practices. On the one hand, the choreographies served as a starting point for the creation of music, on the other, the experimental, improvisational and conceptual approaches of the musicians also inspired the composition of the choreographies. The lecture focuses on rub, one of the six pieces that premiered at the festival.
For rub, the performer, dancer and musician Fernanda Farah worked together with trumpeter Sabine Ercklentz and saxophonist Lucio Capece. The multi-layered choreography can be read as a subtle reference to prominent practices of Echtzeitmusik and reveals some implicit strategies and basic aesthetic assumptions: these touch on aspects such as abstraction/concretion, improvisation/composition, presence/representation as well as the staging of sound material and the materiality of the sounds. At the same time, on the enhanced level of the performative, questions and new aggregate forms emerge that have an impact on the music: thus for example, the roles of the performers, the integration of layers of meaning or mutual encounters become loose associations between the arts. The aim of the lecture is to trace such choreographic modulations and to present them as examples of the potential of transdisciplinary translation.
Stephanie Schroedter
Körper und Klänge in Bewegung
In der zeitgenössischen Musik-/Theater- und Tanzszene gewinnen Beziehungsgeflechte von (Körper-)Bewegungen und Klängen – audiovisuell-kinästhetische Sensationen jenseits narrativer Intentionen – zunehmend an Bedeutung. Doch wie werden Musik/Klänge und (Körper-)Bewegungen/Tanz in künstlerischen Prozessen miteinander in Beziehung gesetzt? Welche Modelle lassen sich diesbezüglich eruieren und mit welchen wirkungsästhetischen Intentionen korrespondieren sie? Welche Konsequenzen können hieraus für die Wahrnehmung, d.h. das Hören und Sehen von Bewegungen sowie deren Beschreibung und Analyse resultieren?Auf der Basis von sparten-, genre- und stilübergreifend ausgewählten Beispielen, in die auch bühnenentgrenzende Genres wie Installationen oder Videoproduktionen einbezogen werden, gehe ich für die Analyse derartiger Zusammen- und Wechselspiele von drei wirkungsästhetischen Modellen aus: a) Unterbrechungen bzw. Verfremdungen, b) Durchbrechungen bzw. Entfremdungen sowie c) Interdependenzen mit dem Sonderfall der Interferenzen, die auf der Ebene der Wahrnehmung zu Emergenz-, Immersions- oder Differenzerfahrungen führen können. Eine wesentliche Voraussetzung hierzu ist ein körperlich situiertes Hören von Musik/Klängen/Geräuschen in/zu/als Bewegungen, das ich als ein kinästhetisches Hören umschreibe.

Bodies and Sounds in Movement
Latest developments in the contemporary music/theater and dance scene show a growing interest in interrelations between sound and (body) movement—that is, audio-visual-kinaesthetic sensations beyond narrative intentions. Against this background questions like the following arise: How are music/sound and (body) movements/dance put into relation within artistic processes? What models can be determined in this regard, and with what aesthetic intentions do they correspond? What are the resulting consequences for their perception, the hearing and seeing of movements, as well as for their description and analysis?Looking at performances from a wide variety of areas, genres and styles, including examples that dissolve the boundaries of the stage, such as installations or video productions, three models for aesthetics of effect will serve as a starting point: a) interruptions resp. alienations, b) breakthroughs resp. estrangements and c) interdependency with the special case of interferences. On the level of perception these models can lead to experiences of emergence, immersion or difference. An essential prerequisite for this approach is a physically situated hearing of music/sounds/noises in/with/as movements, which I will describe as kinaesthetic listening.
Yan Jun
Idiot tanzt besser
1952 komponierte Iannis Xenakis Metastaseis, dessen Titel soviel meint wie „nach dem Stillstand“ oder „jenseits von Bewegungslosigkeit“. In der Arbeit einiger anderer Komponist*innen führte das zu einem Wandel im Verständnis von Zeit in der Musik. Stillstand ist eine wichtige Eigenschaft der sogenannten modernen Musik. Können wir aber wirklich einen Finger auf den stillen Zustand legen? Ich wollte es versuchen, aber mein Scheitern führte mich zu einem zitternden Körper, wie dem hängengebliebenen Sekundenzeiger einer Uhr. Dieser Körper fühlt sich angenehm ähnlich an wie Xenakis’ Glissando-Cluster. Und selbstverständlich wie die spätere elektronische Noise-Musik. Und vielleicht auch La Monte Youngs vibrierendes drone-Universum und Eliane Radigues Vibrationen von Leben und Tod. Das Frühere ist eine besondere Version des Späteren. Eine Version mit unkontrollierbarer Energie und Begehren. Die Vibrationen brechen dann mit der klassischen Form der fließenden Zeit und der modernen Form stillstehender Zeit. (Vielleicht sollten wir Le Sacre du Printemps als Versuch verstehen, Zeit neu zu arrangieren, was logischerweise zu diesem Zittern führt, oder uns in konventionelle sichere Zonen zurückziehen). In Folge meiner begrenzten Kenntnis konzentriere ich mich nicht auf Musiktheorie, sondern auf meinen Körper und dessen Erleben von Zeit.Vor allem anderen bin ich mit der Idee der Mensch-Maschine einverstanden. Wie etwa William Borroughs’ Soft Machine. Wir waren keine Maschinen, aber jetzt, da wir Kenntnis über die Maschinen haben, sind wir welche. Wir verstehen uns selbst durch sie. Seit der Moderne sind wir sowohl elektronische/mechanische Maschinen als auch soziokulturelle Maschinen. Wir haben eine Uhr internalisiert. Der Impuls, die Zeit neu zu arrangieren, führt zur systeminternen Fehlfunktion. Es führt auch zu einem Widerspruch, wenn das Begehren, die endlose Zeit zu erreichen, am Maschinen-Körper arbeitet. Meine limitierte Realität gemischter Modernitäten beschleunigt diesen Widerspruch… also: lass meinen inneren Idioten mein Symptom tanzen.Aber nicht als (noch) ein starkes Subjekt. Und keine weitere bedeutungsschwere Bedeutungslosigkeit (die laute Stille)…
idiot dances better
in 1952 iannis xenakis composed metastaseis—a title which means ‘after stillness’ or ‘beyond immobility’. it started a mutation of understanding of time in music, among some other composers’ works. the stillness is an important quality of so-called modern music. but can we really touch the still state? i would try but my failures led me to a shaking body, as a stuck second hand of a clock. this body feels familiar and comfortable with xenakis’ glissando cluster. and of course the later electronic noise music. and maybe also la monte young’s vibrating drone of universe and eliane radigue’s vibration of life and death. the early one is a special version of the later one. a version where energy and desire are out of control. the vibration then breaks out from the classical form of flowing time and modern form of still time.(perhaps we have to consider the rite of spring as an attempt of rearranging time that logically leads to this shaking, or to a conventional retreat backwards to a safe zone).according to my poor knowledge i would focus on my own body and experience of time instead of musicology.first at all i agree with all the ideas of human-machine. such as william burroughssoft machine. we were not machines, but we are, after we have the knowledge of machines. we understand ourselves through them.we are both electronic/mechanical machines and social-cultural machines since modern time.we have a clock internalized.the impulse of rearranging time leads to the system’s internal malfunction. there comes also a contradiction when the desire of reaching the eternal time works on this machine-body. my poor reality of mixed modernity accelerates this contradiction… so:let the inner idiot dance from my symptom.but not as a (another) strong subject.and no more meaningful meaninglessness (the loud silence)…